Die WNK - oder: Ich glaub’ mich tritt ein Pferd!

Dienstag, 4. November 2008

Immer wenn ich mal, wenn auch skeptisch, anfange zu denken: “Jo, dat ist ja mal gar keine schlechte Idee von der WNK“, kommt garantiert stante pede der dicke Pferdefuß hinterher und die reißen den bei mir aufkeimenden Glauben an die Rückkehr der Vernunft mit dem Arsch wieder ein.

Zum Beispiel hatte Henning Rehse letztens einen sehr schönen Leserbrief zum Thema “Novellierung des Sparkassengesetzes” geschrieben. Sie erinnern sich? Da war von Zockern und Spielgeld und Monopoly die Rede und davon, dass die CDU/FDP-Regierung die Finger von unserer Sparkasse lassen solle. “Richtig!”, habe ich gedacht und: “Gut, dass wenigstens hier mal alle an einem Strang ziehen.” Aber, mitnichten an einem Strang! Herr Bornhold, ebenfalls von der WNK, hatte zu diesem Thema nur beizusteuern, dass ein anderer Bürgermeister als Herr Weik (also z. B. Herr Husfeldt), die Gesetzesänderung sofort nutzen würde, um die Wermelskirchener Goldreserven zu verscherbeln. Wie blöd muss man eigentlich sein, um so etwas zu glauben?

Die Krönung aber ist das letzte WNK-Blättchen. Als ich das gelesen hatte, waren mir auch die letzten Gesichtszüge entglitten und mein Glaube an eventuell vorzufindenden Verstand in der WNK gänzlich ausgelöscht. Warum, das muss ich allerdings in mehreren Artikeln beschreiben, weil ich das in einem nicht verdauen kann. Zunächst einmal also zum ersten Artikel und zu der Frage: Braucht Wermelskirchen einen neuen Bürgermeister?

Da wird zum Beispiel von Herrn Weik behauptet, dass er “ohne taktische Winkelzüge und Geplänkel Dinge anpacken” würde. Ist es etwa kein taktischer Winkelzug, wenn man in Fraktionssitzungen geht, um dort die Mitglieder davon zu überzeugen, dass der Beigeordnete nicht alle Tassen im Schrank habe? Außerdem werden unserem Bürgermeister 3,5 Mio. Euro Einsparungen beim Personal im Rathaus zugute geschrieben. Wollen wir mal die Kosten dagegen rechnen, die durch die permanente Unterbesetzung etwa im Planungs- oder Tiefbauamt entstanden sind durch immer wieder neue Planungsbüros, Architekten, unzureichend geprüfte Auftragsvergaben und nicht ausgeschriebene Stellen? Für die Senkung der Arbeitslosigkeit zeichnet selbstverständlich auch Herr Weik verantwortlich. Ich wusste gar nicht, dass der bundesweiten Einfluss hat.

Und dann kommen faustdick auch noch die “Erfolge für’s Herz”, die unser Bürgermeister zustande gebracht hat: Den Verein Radieschen, Familienzentren und einen dreisprachigen Kindergarten. Die zwei letztgenanten waren sicher auch die Stätten, aus denen er engagierte Elternvertreterinnen herzhaft herausgeschmissen hat, weil sie dort Unterschriften sammlen wollten gegen die versteckte Kindergartenbeitragserhöhung.

Was mir allerdings gefallen hat, ist die Bildauswahl beim “Bürgermeisterartikel”. Weil das letzte Bild mit dem Fragezeichen ja wohl ganz klar darauf hindeutet, dass Behle Bürgermeister wird! Nur müssen wir dann immer kucken, wo der ist…

Fortsetzung folgt.

Einen Kommentar schreiben