Wettbewerb, Waghalsigkeit und Wahlkampf

oder: Loches-Platz, die soundsovielte…

Wettbewerb, Waghalsigkeit und Wahlkampf sind im Grunde die drei Schlüsselbegriffe, auf die sich das Thema Loches-Platz in der derzeitigen politischen Diskussion in Wermelskirchen reduzieren, ja vereinfachen lässt.

Wettbewerb ist das, was wir wollen: Nicht juristische Fragen, sondern die Gestaltung unserer Stadt liegt uns am Herzen! Und da schadet es ja nichts, zunächst mal mehrere Meinungen zu hören.

Dabei haben wir in Wermelskirchen schon sehr konkrete Vorstellungen davon, was auf dem Loches-Platz passieren soll. Wir wollen Parkplätze, wir wollen Kirmes und nett sitzen und einkaufen. Das alles ist genauer beschrieben im Pflichtenheft, um das es eigentlich hätte gehen sollen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr gestern. Das wurde sogar dank Herrn Teifel diesmal in der Bergischen Morgenpost hier sehr klar formuliert (Frau Tillmanns ist in Urlaub - man muss auch jönne könne… ;-) ) Nachtrag: Heute, 13. Mai, hat Thomas Wintgen im RGA nachgelegt: Fraktionen beraten…

Ebenso der zweite Aspekt: Waghalsigkeit!

Nachdem vor ein paar Jahren eine groß angekündigte Investorengeschichte zum Loches-Platz gründlich schief gegangen ist, sind die Ratsmitglieder, die sich daran erinnern können, etwas vorsichtiger geworden. Die Rechtsauffassungen stehen absolut gegensätzlich zueinander: Die eine Kanzlei sagt “europaweite Ausschreibung unumgänglich”, die andere “europaweite Ausschreibung unnötig”. Und jetzt gibt es auch noch einen zweiten Investor, der sagt, er warte auf die Ausschreibungsunterlagen, die seiner Meinung nach ja wohl ohne Zweifel europäisch sein müssten. Und wenn man sich andere Fälle in NRW anschaut, könnte er Recht haben: Oer-Erkenschwick

Das Schlimmste, was uns in Wermelskirchen passieren könnte, wäre, schon wieder triumphierend und übereilt einem Investor zuzusagen und dann stellt sich heraus, dass wir auch noch andere hätten fragen müssen und die ganze Entwicklung des Loches-Platzes wird für Jahre stillgelegt und wir müssen zusätzlich noch bezahlen dafür.

Und jetzt zum Wahlkampf

In den letzten Wochen häufen sich die Fälle, dass Herr Weik uns Wermelskirchenerinnen und Wermelskirchenern über die Presse fertige Konzepte präsentiert. Immer verbunden mit der Drohung an SPD und CDU, dieses Thema bloß nicht zum Wahlkampf zu missbrauchen!

Diese Drohung kann er nur aussprechen, solange er selbst seine eigene Kandidatur noch immer nicht(!) erklärt hat - was bisher der Fall ist! Das Perfide daran ist, falls er kandidiert, nutzt er jetzt noch die Zeit, seinen Wahlkampf während seiner Arbeitszeit, mit Unterstützung des gesamten Rathauses (von diesem gewollt oder nicht) durchzuführen.

Falls er doch nicht kandidiert - ja, dann hoffen wir mal, dass Hans-Dieter Husfeldt gewinnt. Sonst müssen wir nämlich bis zum Ende unserer Tage Blasmusik hören in Wermelskirchen…

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