Prügel an der Pestalozzischule

Über den Vorgang selbst wurde ja nun ausführlich (und teilweise auch ausführlichst!) berichtet. Hier noch einmal nur die letzten Artikel: BM, WGA

Ich weiß nicht, ob Hobby-Politiker (und schon gar keine “zornig-betroffenen”) die richtigen sind, solche Konflikte zu lösen. Es sei denn, sie sind in ihrem wirklichen Leben Sozialarbeiter, Pädagogen oder Psychologen. Henning Rehse ist, soweit ich weiß, Chemiker und vielleicht wirkt deshalb die von ihm geforderte Lösung “die Täter von der Schule zu verweisen - und zwar schnell!” als Reaktion eher wie eine chemische denn wie eine überlegte.

Was soll denn mit den “Tätern” geschehen, wenn sie sogar einer Förderschule verwiesen werden - Gefängnis? Zwangsarbeit?

Ist nicht gerade eine Förderschule dazu da, solche Konflikte konstruktiv zu lösen und in “Anti-Eskalationsstrategien” umzumünzen? Daran zu arbeiten, dass an einer Schule Toleranz und gegenseitige Aufmerksamkeit das Miteinander bestimmen, hat auf jeden Fall nichts mit “Kuschelsozialpädagogik” zu tun, wie Henning Rehse meint.

Und welche Strafen Täter “verdient” haben und welche positive Behandlung sie nicht “verdienen”, bestimmt bei uns immer noch das Gesetz und nicht ein einzelner Kommunalpolitiker (auch nicht alle zusammen und das ist gut so!).

2 Reaktionen zu “Prügel an der Pestalozzischule”

  1. Wolfgang Horn

    Mit den Chemikern haben doch viele Parteien so ihre Probleme, nicht wahr?

  2. Wolfgang Horn

    Um es zu erläutern: Hat nicht während des Kommunalwahlkampfs ein anderer Chemiker ein Schreibverbot für eine lokale Journalistin gefordert? Oder die politischen Verhältnisse im Rat der Stadt als “Weimarer Verhältnisse” denunziert? Kann man in meinem Blog noch nachlesen. It’s all about causing a reaction. Guter Spruch. Aber nicht nur für Henning Rehse. Wenn schon, denn schon. Stadtverordnete müssen nicht auch beruflich Fachleute für das sein, was sie in Rat oder Öffentlichkeit zu behandeln haben. Von Kommunalpolitikern erwarte ich nur, daß sie mit der gehörigen Feinfühligkeit an öffentliche Probleme herangehen. Daß dies nicht eben die Stärke von Henning Rehse ist, dem stimme ich zu.

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