Parkscheinautomaten

Parkscheinautomaten sind lästig - das gebe ich zu. Man muss dort hingehen und zumindest auf den Knopf drücken. Manchmal sogar bezahlen, je nach dem, wie lang man bleiben will. Und die weißen Zettel liegen nachher überall rum, was wirklich ärgerlich ist - aber Schweine gibt es eben überall. Also ist der Gedanke, die Dinger abzuschaffen, wie es das Regenbogen-Bündnis fordert, auf den ersten Blick äußerst charmant.

An der Argumentation, dass die Kosten ja bei Weitem die Einnahmen übersteigen würden, kann aber etwas nicht stimmen. Laut WGA stehen den Kosten von 21.500 Euro (BM etwas weniger) Einnahmen von 33.000 Euro entgegen. Das macht für mich erstmal ein Plus.

Desweiteren könnte man ja über die Höhe der Gebühren mindestens mal nachdenken. Ich erinnere mich an eine Szene auf dem Rathausparkplatz, als ein junger Mann kopfschüttelnd und lachend vor einem Parkscheinautomaten stand und seinem Begleiter etwas zurief, was sich auf die seiner Meinung nach witzig niedrige Parkgebühr bezog. Der konnte es kaum glauben. Ich schaute auf das Kennzeichen des Autos und wusste, warum er gelacht hatte: Er kam aus Köln.

Ja, höhere Parkgebühren sind unpopulär, ich weiß. Ich höre schon das Wort “Abzocke”. Ich sehe aber auch, dass spätestens Samstag mittags etliche Wermelskirchenerinnen und Wermelskirchener nach Remscheid (oder Köln) zum Einkaufen fahren und dort völlig klaglos ihren zum Teil horrenden Parkobulus entrichten. Und zwar ohne gleich zu schreien: “Abzocke!, Raubritter!”

Aber o. k. - einen Versuch ohne Automaten ist es jetzt erstmal wert. 75.000 Euro für die Neuanschaffung ist einfach ein bisschen happig. Über die Staffelung der Parkdauer, vor allem auf den Stellplätzen, die zum “Mal-eben-ins-Geschäft-zum-Brötchen-holen-springen” dienen, also hautpsächlich Telegrafen- und Kölner Straße, sollte wir aber dennoch nachdenken. Das müsste ja sogar mal unseren Einzelhändlern Recht sein…

Hier der Artikel in der BM: Parkautomaten weg und hier der im WGA: Rückkehr zur Parkscheibe

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