Ähtze, Bunne, Linse - dat sin se, dat sin se…


Nationale Erbsenreserve - das hat was. Zuerst dachte ich, wir hätten schon wieder den 1. April und der Artikel im rga vom 06. Februar sei eine Glosse. Aber auch bei der von der FDP geforderten “Nationale Streusalzreserve” hegte ich ähnliche Gedanken.

Aber nein - kein Scherz. Der Bund hortet für Katastrophenfälle Lebensmittel. Unter anderem eben auch Erbsen. Der erfahrenen Hausfrau stellt sich gleich die Frage: In Dosen?, getrocknet? (und wenn ja, geschält oder ungeschält? - wegen der Einweichzeit…), grüne oder gelbe? (ich wette, auch wenn es früher grüne waren, sind es jetzt wahrscheinlich gelbe - dafür wird die FDP schon gesorgt haben!).

Linsen gibt es auch und zwar 23 000 Tonnen. Linsen mit einem “s” - nicht zu verwechseln mit unserem NRW-Finanzminister, der gerade entschlossen die Steuersünder-CD gekauft hat. Wahrscheinlich für mehr als 23 000. Ob der Verkäufer der CD seine geschätzten Einnahmen von 2,5 Mio. Euro wohl versteuert?

Was aber ist mit Bohnen, die, wie man in der Überschrift lesen kann, im Karneval unentbehrlich sind? Davon steht nix im Artikel. Die muss ich also dann wohl selber kaufen und neben die 10 Liter Trinkwasser und fünf Kilo Mehl stellen, die ich auf Empfehlung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz in meinem Keller gebunkert habe. Schließlich will ich ja nicht gegen das “Ernährungssicherstellungsgesetz” verstoßen…

PS: Jetzt weiß ich aber, was für Erbsen das sein müssen: Kichererbsen!

Eine Reaktion zu “Ähtze, Bunne, Linse - dat sin se, dat sin se…”

  1. Wolfgang Horn

    Nach den Butterbergen und Milchseen, die wir uns vor Jahren wegen der Subventionierung der europäischen Landwirtschaft geleistet haben, scheint das Erbsen- oder Linsenhäufchen von heute nur ein Klacks zu sein.

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