Mir soll’s Recht sein

Das kann Herr zu G. doch einem erzählen, der sich die Hose mit der Kneifzange anzieht: Dass er dieser Tage sein Amt “mit Freude” ausfüllen würde.

Einen deutlicheren Beweis für Relaitätsverlust kann man doch nicht erbringen, das schaffen nicht mal Drogen. Es steht zu befürchten, dass diese Haltung irgendwann schwere psychische Schäden bei ihm hinterlassen wird.

Der einzige! Weg, aus dieser Nummer wieder raus zu kommen, wäre meiner Ansicht nach der, aus eigenem Willen zurückzutreten und das damit zu begründen, dass man Schaden von seiner Partei und von seinem Doktorvater und von seiner Familie und von seiner Universität und von der Bundeswehr und von allen deutschen Wissenschaftlern abwenden wolle. DAS würde ihm im Wahlkampf die Massen nur so zutreiben! Ein Märtyrer!

Ansonsten sind es noch drei Wochen hin bis zur nächsten Landtagswahl. Da kann noch viel passieren. Da können sich noch viele Parteifreunde abwenden, die es nicht mehr aushalten, die Faust nur in der Tasche zu machen (siehe vorigen Artikel, der bestimmt noch im Laufe der Woche ergänzt werden kann… da wette ich drauf!)

Aber im Grunde: Mir soll’s Recht sein! Ich kann der Union nur zurufen: Verstrickt Euch nur weiter in Eure ehrenrührigen Argumentationen! Tretet weiter Eure eigenen Grundwerte in den Staub! Nur zu! Mir soll’s Recht sein…

4 Reaktionen zu “Mir soll’s Recht sein”

  1. EDV-Schrauber

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,748465,00.html

    Mit freundlichem Gruß
    -EDV-Schrauber-

  2. Petra Weber

    Genau der hat mir auch sehr gut gefallen! Selten hat die sprachliche Ebene so eine deutliche Rolle gespielt. Bin gerade ebenfalls kurz vor der Vollendung eines Blog-Beitrags, der sich auch damit auseinandersetzt.

    Eine kleine Gehässigkeit noch: Bei der Trauermetaphorik und Vergöttlichung des Herrn zu G. kann das “Comeback” ja nicht lange dauern, oder? Drei Tage? - Wann is eigentlich Ostern?

  3. EDV-Schrauber

    Ob und wann Guttenberg auf die Politik-Bühne zurückkehrt, wird sich sicher zeigen. Ich bin aber überzeugt davon, dass er in schon sehr kurzer Zeit durch diverse Talk-Shows gereicht wird, schön medial inszeniert mit einer den Tränen nahen Porno-Steffi an seiner Seite.

    Mit freundlichem Gruß
    -EDV-Schrauber-

  4. Petra Weber

    Ich hab’ heute irgendwo gelesen, dass 2013 - bei der nächsten Wahl in Bayern - sicher noch zu früh wäre für ihn. Davon bin ich nicht überzeugt!

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