Mehr Netto

“Wer mehr verdient, zahlt automatisch mehr Steuern und Abgaben. Doch das Ausmaß der Abzüge mindert die Freude dann doch.”
Kommentar von Kerstin Schwenn in der faz heute.

Liebe Frau Schwenn,

Wohl dem, dessen Freude über den eigenen Verdienst so groß ist (wie offensichtlich ihre), dass sie durch “das Ausmaß der Abzüge” noch gemindert werden kann! Will sagen: Einen bescheuerteren Kommentar habe ich schon lange nicht mehr gelesen!

Sie schreiben, der Staat sichere sich “über die kalte Progression und höhere Beitragssätze zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung einen übermäßigen Anteil am Einkommen der Beschäftigten.” Die “unverhofften Milliardenbeträge” sollten nicht für “überflüssige Wohltaten” wie etwa Arbeitsförderprogramme oder Zuschussrente für Geringverdiener “verschwendet” werden, fordern Sie und fragen: “Hatte die Koalition nicht „Mehr Netto vom Brutto“ versprochen?”

Nein, liebe Frau Schwenn, das hatte die Partei versprochen, der Sie offensichtlich anhängen. Diejenige, die - wie wir jetzt auf Wahlplakaten lesen können - Christian Lindner gehört. Wie man hört, hat er einen Kredit über 800.000 Euro aufgenommen, um sie zu kaufen, damit er sagen kann: “Das ist meine FDP!”

Von mir aus können Sie beide sich die teilen - ich will nix davon abhaben. Und dann können Sie zusammen ein Tässchen heulen, über die wenigen, Ihnen verbliebenen Penunsen…

Danke für das Bild an Simon Stützer, Jena!

Ach so - kurz nach diesem Kommentar las ich folgende Schlagzeile auf der Nachrichtenseite von t-online: “Millionen Bürgern droht tiefe Rentenlücke” - na denn mal schnell runter mit den Beitragssätzen…

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