Die Frösche und der Sumpf

Es ist dieser alte Spruch “Wenn Du einen Sumpf trockenlegen willst, darfst Du nicht die Frösche fragen!”, der dieser Tage oft durch die Ausschüsse der Stadt Wermelskirchen geistert. Da muss ich viel drüber nachdenken.

Zum Beispiel beim Antrag der Bündnis-Fraktionen: Freibad Dabringhausen dicht machen, Hallennutzungsgebühr für Vereine, Betrieb und Pflege der Sportstätten (Kosten- und Zeitaufwand!) auch in die Hand der Vereine, Bücherei und Kattwinkelsche Fabrik Angebote vermindern und dabei Mehreinnahmen erwirtschaften.

Für sowas kann man natürlich nicht vorher die Frösche fragen! Da muss man schon diejenigen fragen, die davon Ahnung haben: Den Bürgermeister und den Kämmerer nämlich. Die werden’s schon richten! Und die dürfen wir nicht durch Froschgequake stören, bei ihrer wichtigen Aufgabe, den Sumpf trocken zu legen. Etwa mit der Frage, wem die Trockenlegung denn eigentlich nutzt…

Ich frage mich nur, wozu fordert dann das Bündnis einen Bürgerhaushalt? Wer soll da mitmachen? Und wer soll die politischen und strategischen Ziele für einen wirkungsorientierten Haushalt festlegen?

Die Frösche sitzen bis dahin auf dem Trockenen - und können sich wahrscheinlich nicht mehr bewegen. Wozu auch? Die sollte man sowieso nicht fragen, wenn man den Sumpf trocken legen will…

Nachtrag: Ach so - das hätte ich beinahe übersehen. Der Antrag sollte gar kein Antrag sein, sondern ein kreatives Gesprächsangebot bzw. eine Erziehungsmaßnahme. Ja, darauf haben wir doch alle gewartet! Kommentar Bergische Morgenpost vom 15.03.2011

(Bild: pixelio.de/omron)

Einen Kommentar schreiben