Die Christlich Demokratische Union

Nomen est omen. Sollte man meinen.

In dem Artikel “Japans Lehre für die Welt” von Bernd Ulrich am 16.03. in Zeit online, der sich auch mit dem vorgetäuschten Atomwendemanöver unserer schwarz-gelben Regierung auseinandersetzt, fordert der Autor als Lehre ein elftes Gebot: Du sollst nicht pokern!

Mal angenommen, dieses elfte Gebot gäbe es und es wäre ein christliches, dann wäre es spätestens da vorbei mit der Christlichkeit der Union. Denn Pokern scheint Angela Merkels Hauptbeschäftigung zu sein dieser Tage und Wochen.

Schon beim langen Festhalten an zu Guttenberg hat sie sich verpokert. Auf die falsche Taktik gesetzt. Und jetzt auch noch bei den Atomkonzernen. Der mächtige Deal, der letzten Herbst in den Hinterzimmern des Kanzlerinnenamtes zum Ausstieg aus dem Ausstieg führte und sowohl den Konzernen, als auch dem Finanzminister Milliarden in die Kassen spülen sollte, ist jetzt geplatzt. Alles mal eben für einen erhofften Wahlsieg VERZOCKT.

Und das ganz un”demokratisch”, ohne gesetzliche Grundlage. Weshalb dann wohl auch demnächst die Milliarden eher aus dem Finanzministerium hinausgespült werden, statt hinein. Die Energiekonzerne bereiten schon die Klagen vor. Da macht auch die “Mappus-eigene” EnBW keine Ausnahme.

Damit man mich nicht missversteht: Vom Ergebnis her soll es mir natürlich recht sein, wenn die sieben Meiler abgeschaltet blieben. Allerdings, wenn man es denn wirklich so vorhat, dann bräuchte man ja auch die Gesetzesänderung nicht zu scheuen, oder? Da hätte es wahrscheinlich sogar eine Mehrheit im Bundestag für gegeben.

Von “Union” ist ebenfalls in weiten Teilen nicht mehr viel übrig geblieben, schaut man sich einmal die Diskurse etwa zwischen Herrn Lammert und Frau Merkel an. Würde mich nicht wundern (und außerdem natürlich freuen;-), wenn Lammert auch demnächst das Handtuch wirft.

Kurzum: Die Wandlungs- und Wendefähigkeit der CDU ist dieser Tage unglaublich, aber wahr.

Auch hier in NRW. Gestern noch ein rot angestrichener, selbst ernannter “Arbeiterführer” Rüttgers, heute ein grün angestrichener, selbst ernannter “Atomkraftgegner” Röttgen.

Nur “schwarz” will irgendwie keiner mehr sein - momentan…

(Bild: delater/pixelio.de)

Einen Kommentar schreiben