Der große Googledimoogle

24. August 2010

Eigentlich hatte ich ja gedacht, mit dem Streichen unserer Holzfassade wäre alles gut. Jetzt bin ich aber doch noch mal ins Grübeln verfallen.

Wenn nämlich der große Google jetzt zum Fotografieren kommt, ist die Gelegenheit ja vielleicht günstig. Ich ärgere mich nur, dass ich das nicht schon vorher erfahren habe. Dann hätte ich mir das Streichen unter Umständen ja schenken können…

Die Frage ist nur: Was ist denn jetzt wohl günstiger? Verklinkern oder verpixeln? Gibt es überhaupt einen Handwerker hier in Wermelskirchen, der das kann mit dem Verpixeln? Wie sieht das energetisch aus - gibt es dafür vielleicht einen Kredit von der KfW? Oder ist nicht sogar Verschiefern besser (besonders nachts)? Muss ich nach dem Verpixeln immer mit Navi nach Hause fahren, weil ich mein Haus nicht mehr erkenne? Wer haftet im Falle der berüchtigten Pixelfehler? Und wie kriege ich die Pixel wieder weg, wenn ich sie nicht mehr will? Mit Clearasil?

Fragen über Fragen…

Reif für die Insel war einmal

20. August 2010

Das finde ich mal einen ansatzweise konstruktiven Vorschlag: Gleich zwei Verbände der mittelständischen Wirtschaft wollen den Urlaub von ArbeitnehmerInnen um zwei Wochen kürzen! Aber warum eigentlich nur “um” und nicht “auf”?

Das ist doch viel zu kurz gedacht. Schließlich wollen wir doch alle “den Aufschwung unterstützen”, wie Ursula Frerichs, die Vorstandsvorsitzende des Unternehmerverbandes mittelständische Wirtschaft fordert. Dafür will sie sogar ihre Besitzstände zurückschrauben.

Und ich finde, das sollten wir alle tun! Schließlich erspart uns das auch eine Menge Arbeit und Geld: Stundenlanges Suchen nach geeigneten Reisezielen, Koffer packen, Sonnencreme und so weiter und so fort. Umweltschonender ist es auch. Und das Ersparte können wir dann alle in diversen Aktienfonds anlegen, damit es irgendwann wieder da hin kommt, wo es hingehört.

Überhaupt sollte die ganze Schlunzerei in Deutschland mal aufhören. Die Schulkinder haben zwölf Jahre Zeit bis zum Abitur! Das muss man sich mal vorstellen. Und dabei ebensoviele Wochen Urlaub im Jahr. Zusammen mit den Lehrern. So kann das ja nichts werden mit dem Fachkräfte-Nachwuchs. Das muss schneller gehen. Also: Auch für Schüler und Lehrer nur noch zwei Wochen Urlaub im Jahr! Und Chinesisch als Pflichtfach im Kindergarten. Upps - Verzeihung! Ich glaube das heißt nicht mehr Kindergarten, sondern Kindertagungsstätte. Dann brauchen wir auch diese ominöse Chipkarte für die Kinder von HartzIV-Empfängern nicht mehr. Die wäre doch ohnehin nur nötig wegen zu viel Freizeit. Wo kommen wir denn da hin, wenn die Kinder ihre Zeit im Zoo oder im Schwimmbad vertrödeln?

Nachtrag: Atomindustrie

23. Juni 2010

Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass bei einer entscheidenden Frage, wie der Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken zunächst die Industrie die Vorgaben bestimmt und dann schlussendlich Juristen entscheiden! Das ist der Ausverkauf des politischen Gestaltungswillens!

Spiegel online heute: Atomkraftwerke: Neues Gutachten

Käuflichkeit um jeden Preis

22. Juni 2010

Gerade in letzter Zeit geht mir immer wieder der Spruch von dem alten Indianer durch den Kopf. Der mit dem letzten Baum und dem Geld, dass man nicht essen kann.

Zum Beispiel jüngst bei der Lektüre dieses Artikels im WGA: Atomindustrie droht der Bundesregierung

Die einzige Möglichkeit, wie Ihr aus der Nummer wieder rauskommt, liebe K.o.alition (geklaut bei Michael Spreng via Wolfgang Horn), liebe Wildsäue und Gurken, ist ein klares NEIN! zur Verlängerung der Laufzeiten und ein klares SOWIESO-UND-ZWAR-FETT! zur Brennelementesteuer. Aber ich höre jetzt schon das wehmütige Klagen der Energiekonzerne, dass sie ja in diesem Fall leider die Strompreise erhöhen müssten (weil sie ohnehin schon am finanziellen Abgrund stehen aufgrund der vielen, vielen Bösewichte, die es wagen, Photovoltaik-Anlagen auf ihre Dächer zu bauen).

Ich sach ja: “Erst wenn der letzte Baum…”

PS: Im Grunde können wir froh sein, dass BP “nur” Öl fördert - und das ist weiß Gott schlimm genug.

Internet-Wahlkampf für Joachim Gauck

22. Juni 2010

“Das Netz hat gesprochen” - so beginnt ein interessanter Artikel mit der Überschrift “Internet-Wahlkampf für Joachim Gauck” heute im WGA respektive in der WZ online.

Ein anderer Artikel im RGA-online mit ungefähr gleichem Inhalt leitet den letzten Absatz mit der interssanten These ein: “Auswirkungen in der realen Welt hat die virtuelle Begeisterung für Gauck ohnehin nicht.”

Tja, das hat man beim Zusammenbruch der Finanzmärkte auch gedacht, der ja ebenfalls völlig unvorhersehbar “Auswirkungen auf die reale Wirtschaft” hatte…